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Dienstag, 18. Januar 2011

18.01.2011

In ziemlich genau 11 Tagen fliege ich nach England.
Bis dahin sind noch ziemlich genau 4,4kg zu verlieren.
Und ein normaler Schlafrhytmus zu erreichen, da ich im Moment immer erst um 14.00 Uhr aufwache und um 4.00 Uhr ins Bett falle.


Heute z.B. mache ich einen Fastentag, das heißt die einzigen erlaubten Sachen sind Wasser, Cola light, Früchtetee zuckerfreies Kaugummi und Gemüsebrühe.
Dann werde ich nicht schlafen, die Nacht durch zeichnen, mein Thinspobuch dekorieren, mir die Haare locken, zwischendurch 2 Koffeintabletten einwerfen, mir die Nägel lackieren und Family Guy oder Sex and the City gucken.
Morgen früh werde ich in die Stadt gehen, mir schöne Anziehsachen angucken und sie zurücklegen lassen, außerdem Sachen besorgen, die ich für England brauche.
Außerdem werde ich morgen auch fasten.

Übermorgen werde ich mich dann auf die Waage stellen und wenn ich ein bestimme Zahl erreicht habe, werde ich dann in die Stadt gehen und die zurückgelegten Sachen kaufen.
Dort werde ich mir dann eine einzige Sache zu essen erlauben(ich glaube es wird ein Cupcake) und abends werde ich noch zu Abend essen.

So. Und jetzt mache ich mich an meine 3. Flasche Cola light heute.

Samstag, 1. Januar 2011

2011 : Baby steps

Oh mann was hab ich mich auf dieses Jahr gefreut! 2011, eine magische Zahl... sie beschreibt, dass ab jetzt alles besser wird. Einfach alles. Einfach, weil es ja nicht mehr schlimmer werden kann.

Also wirds Zeit für Vorsätze.

1) Mindestens 3 mal am Tag die Zähne putzen. (Senkt den Appetit)
2) Nach dem Duschen kalt abduschen. (Strafft die Haut)
3) Spätestens am Ende des Jahres 50kg wiegen.
Dafür gibt es Zwischenschritte:
Im April 57kg oder weniger wiegen. Im Juni zur Badesaison 54kg oder weniger. Und im September dann 52 oder weniger.
4) Alles, was ich über 1000kcal esse, muss ich durch Sport wieder abtrainieren.
Das heißt, an Tagen ohne Sport darf ich maximal 1000kcal essen. Sport am besten vor dem Essen machen.
5) Mich für jedes abgenommene Kilo belohnen. Und nicht danach denken "Ach das mach ich später, so bei noch mal 500g weniger" oder so. Nein, sofort!
6) Mindestens einmal im Monat abends weggehen. Sprich : Tanzen, Jungs kennenlernen, neue Freunde finden.
7) Meine Träume aufschreiben.
8) Mich jeden Morgen im Spiegel anlächeln, bis ich ein bisschen glücklicher bin als zuvor.
9) Mehr lesen. Sprich: ein Buch jeden Monat.
10) Jeden Abend abschminken.

So das wars! 10 ist eine gute Zahl. Ich habe versucht, kleine Sachen einzubringen, also keine riesen Schritte auf dem Weg Richtung geordnetes, glückliches Leben zu machen.
Wie in "What about Bob": Baby steps.



 Achso: Und bei den Aupair-plänen gibts noch nichts Neues. :(

Montag, 6. Dezember 2010

Selten: Feiern

Wenn ich doch mal mit Freunden zusammen bin, bin ich hibbelig, aufgedreht, für jeden Spaß zu haben und in vertrauter Runde auch eher die lauteste am Tisch.
„Mit dir kann man Pferde stehlen“ hab ich schon öfter gehört.
Vielleicht möchte ich auch dadurch möglichst viel aus einem Abend herausholen, ihn ganz auskosten, weil ich weiß das bald wieder schlimme Phasen kommen, in denen ich tagelang nicht mal lächele und so gut wie keine sozialen Kontake habe.

An anderen Abenden wiederum gehe ich auch früh, an solchen Abenden kommt das lebendige Ich nicht zum Vorschein. Da muss ich entweder sehr viel trinken/kiffen oder einfach so schnell wie möglich nach Hause und schlafen. Manchmal auch beides.

Aber beide Sorten Abende kommen in letzter Zeit nicht mehr oft vor, einer der Gründe ist der Kaloriengehalt von Alkohol.
Entweder ich habe einen guten Tag, den ich mir nicht mit den Alkohol-kcals versauen möchte, oder ich habe einen scheiß Tag, an dem ich zwar schon gefressen habe wie ne Wildsau, mich dadurch aber viel zu aufgebläht und hässlich fühle, als dass ich noch vor die Tür gehen könnte.

Sonntag, 5. Dezember 2010

04.12.10 : What a Downer!

Ich gucke mich nie wieder im Spiegel an. Nie, nie wieder.
Morgen sage ich den Brunch mit Freunden ab, mache einen laaangen Winterspaziergang und lebe von Früchtetee, mache mir dann ein Bad und gehe früh ins Bett.
Ich wünschte es wäre nicht so kalt, dann könnte ich joggen gehen.

So fühle ich mich grad:






Und hier wäre ich jetzt gern:

London - Big Ben, duh!
London - Notting Hill
This is just one of those days, I want to sleep forever. Not dead, just sleep, sleep forever.

Dienstag, 30. November 2010

(eigentlich vom 10.11.2010 - da nicht veröffentlicht)

Mama ruft mich zum Essen, in 15min gibts lecker nudeln -_____-
grrrr ich widerstehe! ich widerstehe! ich will dünn sein und das geht nur wenn ich heute keine nudeln esse, morgen darf ich wieder essen, da geh ich arbeiten!
Ich will nicht wie letztes Mal fast umkippen.
oh mistmistmist. Ich widerdestehe....

Sonntag, 28. November 2010

Dicke Mädchen mit Freund


Ja, es gibt sie. Dicke Mädchen mit Freund. Ich hasse sie.
Ich weiß auch warum:
Normalerweise rede ich mir ein, dass man von allen begehrt wird, sobald man dünn ist.
Daher: Sobald ICH dünn bin, bekomme ich auch einen Freund. Werde glücklich.
Dicke Mädchen mit Freund beweisen mir leider das Gegenteil. Sie sind dick, sind in meinem Schwarz-weiß-Denken also unbegehrt, hässlich, ungeliebt und müssten dringend etwas dagegen tun.
Natürlich weiß ich, dass das nicht stimmt.
Ich kenne viele Mädchen, die dick - und trotzdem wunderschön sind, weil sie Ausstrahlung haben.
Ich bewundere sie dafür.
Aber sie beweisen mir, dass ich nicht keinen Freund habe, weil ich dick bin.
Sondern dass der Grund bei mir liegt. Dass ich seit Monaten nicht mehr abends weg war, weil ich mir entweder zu dick vorkam oder mir einen guten Tag nicht durch Alkohol-kalorien versauen wollte.
Dass ich auch zur Schule nichts schönes anziehe, weil ich denke, dass mich eh keiner mag und dass ja auch scheißegal ist, was die anderen von mir denken.
Dass ich auch gar keine schönen Klamotten habe, da ich immer denke, ich würde ja eh bald abnehmen und da würde es sich gar nicht lohnen, neues zu kaufen und mir würde eh nichts stehen.
Dass ich auch niemanden anspreche, weil ich denke, dass er mich sowieso hassen wird und mich hässlich und fett findet.

Deswegen hasse ich dicke Mädchen mit Freund. Und auch ihre Freunde. Wenn er ihr schon verzeiht, dass sie fett ist, warum gibts es dann nicht so einen tollen Kerl für mich?
Wo versteckt ihr euch, verdammt?!
Ach ja... Unter Menschen. Da wo ich nie bin.

Freitag, 26. November 2010

Ich war heute in der Stadt.
Irgendwann ist mein MP3player abgestürzt, ich war also mit dieser Musik in den Ohren im Laden an der Kasse gefangen:



Und jetzt bin ich süchtig. SÜCHTIG! Ich kann einfach nicht aufhören, dieses Lied zu hören.

Naja.
Ansonsten war heute ein scheiß Tag, und an solchen Tagen hilft nur sowas:

Eine Stunde shoppen,
Eine Tasse Tee,
Eine Lieblings-CD aufdrehen,
Einen tollen Film einlegen
und danach noch
Ein gutes Buch lesen und
Ein entspannendes Bad nehmen.

Das mach ich jetzt. Shoppen war ich schon, mehrere Tassen Tee (und viel zu viel anderes) hab ich auch intus.

Also werde ich jetzt Harry Potter 5 und Frühstück bei Tiffany gucken, dann weiter The Secret Garden lesen, baden und mich dann in meinen Bademantel einmummeln, mir noch einen Früchtetee machen, mich ans Fenster setzen und auf Schnee warten.


Mittwoch, 24. November 2010

Mittwoch, 24.11.2010

Ich bin ein depressives Nucleophil. Aber dazu später.
Wie man eventuell schon raushört, habe ich in den letzen Tagen ordentlich Chemie gepaukt, das heißt für mich Sonntag eine halbe Stunde, Dienstag eine Stunde, heute morgen beim Kaffee eine halbe und in der Freistunde direkt vor der Klausur noch mal eine halbe. Besser als nichts, die Klausur war trotzdem viel zu schwer.

Rückblende : Gestern. Arbeit.

Telefon geht, ich gehe ran. Nachdem der bisher sehr sympathische Kunde seine Bestellung aufgegeben hat fragt er, ob ich die Pizza vorbeibringen würde. Etwas verwirrt gebe ich ein aufgesetzt-freundliches "Äh, nein.... Das macht einer der Fahrer." von mir, er entgegnet: "Och Schade. hier steigt ne nette Party..." ich kann sein Grinsen hören, es hört sich schleimig und irgendwie pervers an.
Am liebsten hätte ich ihm ins Essen gespuckt, aber ich bin ja kein Unmensch. Und ich lasse mich erst Recht nicht auf so ein Niveau herunter.
Trinkgeld : 1,80€. Mehr als alle bisherigen Trinkgelder zusammen!

So gegen 1.00 Uhr habe ich das letzte Mal auf die Uhr gesehen, viel zu spät, 5 Stunden Schlaf finde ich einfach nicht genug. Leider wurden es noch weniger, ich bin mitten in der Nacht noch aufgewacht und konnte wieder nicht schlafen.
Habe dann Schokolade und Kekse gegessen und Hörspiele gehört.

Heute war wieder ein Fresstag. Das Schlimme daran ist, dass ich keinen Grund dafür erkennen kann. Normalerweise ist es so, dass ich Fressanfälle bekomme, wenn ich die Tage vorher nichts gegessen habe und plötzlich alleine bin oder wenn ich emotionalen oder sonstwas für Stress habe.
So viel zum Essen, im Moment nicht so mein Lieblingsthema.

Nun zum angekündigten, leicht schleppenden Vergleich meiner selbst mit einem Nucleophil.
Was depressiv ist wird wohl jeder wissen, auch wenn ich glaube, dass Betroffene darunter etwas gänzlich anderes verstehen als Außenstehende. Womit ich nicht unbedingt sagen möchte, dass Depressionen habe. Oder vielleicht doch. Wahrscheinlich sage ich dazu lieber gar nichts.

Nucleophile sind Teilchen, die von positiven Polen angezogen werden, um's kurz zu machen. "Nucleo" kommt vom lateinischen Nucleus, was Kern bedeutet. Und ein Atomkern ist ja nun mal positiv geladen. "Phil" kommt vom griechischen philos, was Freund heißt.

So viel dazu. Was ich damit sagen möchte: Ich strebe dauernd nach Positivem, nach positiven Gefühlen wie dem Blick auf die Waage. Oder dem Gefühl, dass bestimmte Lieder in einem auslösen.
Aber ankommen tu ich nie, auf die Waage trau ich mich nicht und Gute-Laune-Lieder kotzen mich hauptsächlich an.
Deswegen das depressive.

Gestern fiel mein Blick auf eine "Brigitte" meiner Mutter. Titelzeile: "Aufgekratzt? Vergesslich? Es könnte eine Depression dahinterstecken!"
Die ersten Male habe ich mich ziemlich über so eine Schlagzeile geärgert. Die meisten Menschem werden nun mal glauben, was die Medien sagen, außerdem ist sie ziemlich suggestiv formuliert. Wir alle sind mal aufgekratzt, und so ziemlich jeder würde sich, allein aus Bescheidenheit, als ab und zu vergesslich beschreiben.
Dann sind wir also alle depressiv, ja?

Gestern aber hab ich mich aber doch an mich erinnert gefühlt. Bei der Arbeit hab ich nichts auf die Reihe bekommen, Salate zwei Mal gemacht und dafür Pastagerichte gar nicht usw. Aber ein Depression?
Die hat sich doch bei mir bisher ganz anders geäußert.
Wenn es eine war.
Oder ist.
Whatever.

Meine eine Schwester nennt es Depression, die andere nennt es das Resultat von 18 Jahren permanenter Scheiße.

Ich nenne es im Moment gar nichts mehr.
Im Moment wundere ich mich nur, warum ich überhaupt noch aufrecht stehe.

Vor weniger als einem Monat konnte ich den ganzen Tag schlafen, bin tagelang weder ans Telefon noch unter die Dusche gegangen, habe den ganzen Tag nichts außer Schokolade und Junkfood gegessen, Freunde haben an die Tür gehämmert und sich Sorgen gemacht und ich habe die Musik aufgedreht und sie eiskalt ignoriert, weil ich das weniger anstrengend fand als wirklich mit Menschen reden zu müssen.
Habe mich den ganzen Tag in meinem Zimmer eingeschlossen, im Schnitt 15 Stunden täglich geschlafen, Spidersolitär gespielt und Hörspiele gehört.

Ich weiß nicht warum, aber auf einmal schaffe ich es, 36 Stunden die Woche in der Schule zu sein, sogar für Klausuren zu lernen, zusätzlich 6-15 Stunden die Woche zu Arbeiten, gehe wieder einem Hobby nach, schreibe sogar in dieses Blog und schlafe unter der Woche nur noch 6 Stunden.
Ich muss mich jeden Tag zum Aufstehen zwingen und ich habe tierisch Angst, dass ich mich vielleicht schon Morgen nicht nehr überzeugen kann.
Das ich nur einen Morgen liegen bleibe. Dann ist mein Abi gelaufen, ich darf keine einzige Schulstunde mehr verpassen da sich schon so enorme Fehlzeiten angesammelt haben.
Ich gebe es nicht gerne zu, aber es ist so. An manchen Tagen habe ich Angst wie ein kleines Mädchen, dass mein Kopfmonster mir mein Leben versaut.

An solchen Tagen muss ich einfach dieses Lied hören:


Genesis - Dance on a Volcano

Dieses Lied aufdrehen, dem Text zuhören, fühlen, dass er mich genau trifft und Mut spüren.
Dieses Album von Genesis habe ich früher sehr oft mit meinem Vater gehört.
Unendlich viele Erinnerungen, die mich traurig machen, weil ich zu ihm keinen Kontakt mehr habe.

Aber auch diese Worte, die meine Situation einfach so gut beschreiben:

Holy Mother of God
You've got to go faster than that to get to the top. [...]
You're halfway up and you're halfway down
And the pack on your back is turning you around.
Throw it away, you won't need it up there, and remember
You don't look back whatever you do.
Better start doing it right.[...]
Out of the night and out of the dark
Into the fire and into the fight
Well that's the way the heroes go, Ho! Ho! Ho!

So motiviert möchte ich jetzt ins Bett hüpfen. Und ganz, ganz schnell schlafen, morgen bis 18.00 von zu Hause wegbleiben und dann wieder ins Bett gehen, bloß nichts essen. Bloß nichts essen. Blos nichts essen...

Montag, 22. November 2010

22.11.2010 : From good to bad

Plan für heute:
Morgens
Eine Tasse Kaffe mit fettarmer Milch und Süßstoff

Nachmittags nach der Schule
Eine Orange ODER ein Apfel
Eine Reiswaffel
Eine Tasse Tee mit fettarmer Milch und Süßstoff
Ein Kindercountry

Abends
Nach Belieben, aber unter 500kcal!

zur dritten, Kaffee getrunken.
Nach der 5. wieder nach Hause, PC, Heißhunger, Tee gemacht, Apfel gegessen.
Schulsport, nach Hause, Heißhunger, Reiswaffel gegessen.
Gelesen, Kindercountry gegessen.
Tee getrunken.
Am Thinspobuch gearbeitet, gelesen, gekocht.
Omelette und Salat gegessen.
Erfahren, dass morgen Schulfrei ist.
Gute Laune wegen erfolgreichem Plandurchführen.
Maße genommen.
Laune im Keller.


Alles in meinem Leben dreht sich um Essen und Kalorien... Speziell heute. Wann hört das bitte auf?
Wann hab ich endlich mein Zielgeicht erreicht, um aufhören zu können?

Intake: 669kcal
Verbrannt: 0kcal.
Great.

Donnerstag, 18. November 2010

Donnerstag, 18.11.2010

05.52 Uhr

Ich habe zwar noch keine Sekunde geschlafen, dafür habe ich die ersten 3 Staffeln "Mein Leben&Ich" durch. Auch nicht schlecht.
Gefrühstückt hab ich auch schon: Eine Tafel Schokolade, Magerquark mit Süßstoff und Vollkorncornflakes, 3 große Tassen Kaffee.

07.00 Uhr

Ich bin dabei, meine Fotowand abzureißen, die Fotos in kleine Schnipsel zu reißen und sie alle auf einen Haufen zu schmeißen, das gibt bestimmt ein geiles Foto.
Ich höre Arctic Monkeys und bin aggro drauf, weil ich auf Schlafentzug und Überdosis Koffein in Kombination nun mal nicht gut reagiere.
Meine Mutter kommt rein, das erste was sie von sich gibt ist "Oh mein Gott, was MACHST DU DENN DA?!". Guten Morgen, Mama, ja mir geht es super aber ich will jetzt bitte alleine sein.
Schade, dass ich nicht so besonnen bin, nein, ich reagiere dann eher mit "LASS MICH IN RUHE, MACH DIR EINFACH NEN KAFFEE UND GEH RAUS, ES SIND DOCH NUR VERFICKTE SCHEISS KACK FOTOS VERDAMMTE WIXXE!!!!" .
Jap, das triffts ziemlich genau.


07.30 Uhr

Ich bin im Supermarkt und kaufe einen Liter Cola Light.

07.50 Uhr

Ich bin auf dem Schulklo und höre MP3player. Wenigstens noch zehn Minuten alleine sein, bevor der Stress losgeht und wieder die ganze Zeit lächeln muss.

11.20 Uhr

Freistunde bis 14.15 Uhr. Gehe ich jetzt nach Hause? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich dann überhaupt zum Nachmittagsunterricht wieder komme? Und warum muss ich mich das verdammt nochmal jede Mittagspause fragen? Ist das nicht selbstverständlich?!
Ich gehe in den Aufenthaltsraum für Oberstufenschüler, ignoriere die Idioten aus meinem neuen Jahrgang und lege mich auf das Sofa, das ein bisschen abseits steht.
MP3player, ein gutes Buch, was gibt es Schöneres.

13.05 Uhr

Ich wache auf, meine Mathelehrerin guckt mich ein wenig verwirrt und ein wenig mitleidig an. Scheiß drauf. Ich drehe mich um und versuche weiterzuschlafen, es klappt aber nicht.

14.15 Uhr

Ich bekomme mein Buch gerade noch so durch bevor der Unterricht anfängt.

16.00 Uhr

Nachdem ich ganz kurz in der Pizzeria vorbeigeschaut habe, komme ich beim Kino an. Meine beste Freundin drückt mir eine Packung Schokobons in die Hand, für meine Hilfe bei ihrem Kunstprojekt gestern. Mein erster Gedanke: "Och scheiße!". Danach denke ich mir, dass der Tag durch das verkackte Frühstück ja eh schon im Arsch ist.

17.00 Uhr


Ich denke an Abführmittel, ich habe heute schon so viel Schokolade gegessen...

17.30 Uhr


Mir fällt ein, dass die Drogerien ja um 18.00 uhr zumachen, ich sollte also schleunigst los. Leider wollen 2 Freunde mit mir fahren, wie soll ich es denn dann alleine zu einer Drogerie schaffen um mir Abführmittel zu kaufen?! Macht ihr das mit Absicht?! Wer hat euch gebeten, mit mir nach Hause zu fahren, verdammt?! ICH nicht! Ich brauch euch nicht!

17.40 Uhr

Unter dem Vorwand, eine Abkürzung zu nehmen fahre ich in die Innenstadt, nehme die abgelegenste Rossmannfiliale weit und breit und gebe 2,99€ dafür aus, dass mein Magen morgen früh wunderbar leer sein wird.
Den bemüht nichtssagenden Blick der Kassiererin kenn ich kenn schon, die gucken immer gleich. Ich kann förmlich hören, wie ihre Gedanken sich überschlagen:"Guck normal, ganz normal, Abführtabletten sind doch ganz normal, lächel einfach nett und tu so als ob du nichts gesehen hättest, lalalala....". Naja vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid.

20.00 Uhr

Heute gegessen:
3 Tassen Kaffee
250g Magerquark
3EL Zitronensaft, Süßstoff
30g Vollkorncornflakes
180g Kinderschokobons
100g Ritter Sport Pfefferminz
200g Kartoffelpüree
80g Leipziger Allerlei
100g vegetarische Cevapcici

Zum Nachtisch: Tiramisu und Abführmittel.

Klingt gar nicht mal so schlecht. Das sollte ich mir merken, nur so, falls ich mal ein Buch schreibe.

Mittwoch, 17.11.2010

Heute hatte so schön angefangen. Ich bin morgens ausgeschlafen aufgewacht und hatte richtig gute Laune. Von mir aus hätte der Tag so weiter gehen können.
Schade nur, dass meine Familie und Freunde das anscheinend anders sehen.

Ich mag Pläne. Pläne sind super, sie geben die etwas Beständiges im Leben, wenn du dich nicht entscheiden kannst, guckst du, was auf dem Plan steht.
Nein, besser: Man muss sich gar nicht entscheiden müssen, ein Plan lässt keinen Raum für Entscheidungen offen. Ich habe keinen Plan für mein Leben oder so, aber mein heutiger Tag war sehr genau geplant.

Ich hatte heute zur 5. Stunde Schule und hätte nach der 6. wieder gehen können.
Das heißt, ich musste erst um 11.35 da sein und hatte vorher wundervolle 11 Stunden Schlaf, ich bin lange vor meinem Wecker aufgewacht und konnte mich noch im Bett wälzen.

10.00 Uhr
Meine Mutter fragt, ob ich lieber Tee oder Kaffee zum Frühstück hätte. Auf meinem Plan steht für jeden Morgen: Kaffee.
Für heute allerdings kein Frühstück, also gehe ich als erstes ausgiebig duschen, überlege ein bisschen länger, was ich anziehen soll und begebe mich dann für den Kaffee in die Küche.
Dort tue ich so, als würde ich meiner Mutter tatsächlich 20 Minuten lang zuhören, damit sie nicht mitbekommt, dass ich nichts esse.
Irgendwann höre ich dann leider doch zu, es geht um meinen Großvater, der erst kürzlich gestorben ist. Eigentlich geht mir das Thema gar nicht so zu Herzen, aber darüber reden will ich trotzdem nicht.

11.10 Uhr
Beim Föhnen muss ich auf einmal an meine Oma denken, die bereits seit 4 Jahren tot ist und weine.

Da ich ja davon ausging, nur eben für 2 Stunden Chemie in die Schule zu fahren nahm ich mit Absicht kein Buch oder etwas zu Trinken mit und beteiligte mich sogar am Unterricht.

13.00 Uhr
Kurz vor Schluss erfahre ich dann, dass der Nachmittagsunterricht doch nicht ausfällt und ich bis 16.00 Uhr Schule habe. Plan also gecancelt. Toll.

13.10 Uhr
Ich treffe beim Rausgehen eine Freundin, mit der ich mich eigentlich zum Tee verabredet hatte. Scheiße, ganz vergessen. Natürlich will ich sie nicht enttäuschen, außerdem haben wir uns länger nicht richtig gesehen, also sage ich ihr zu, dass wir natürlich, sehr, sehr gerne in der Mittagspause in ihrer neuen WG einen Tee trinken können.
Mein neuer Plan hatte eigentlich einen Spaziergang zum Supermarkt nahe der Schule und den Kauf von 5 Litern Cola light beinhaltet, aber was soll's.
Die Freundin bietet mir an, am Wochenende mit nach Hamburg zu fahren da sie noch einen Mitfahrer auf ihrem Ticket braucht. Geilo, da könnte ich meine Schwester besuchen, lange nicht gesehen.
Die rufe ich an, es geht keiner ran.

14.15 Uhr
Total abgehetzt komme ich an der Schule an, mein Handy gibt mir Bescheid, dass meine Schwester mich angerufen hat. Ich rufe zurück und gehe schon mal in die Schule.
Telefonieren, bzw. jegliche Art elektronischer Kleingeräte sind hier zwar verboten, aber der Unterricht hat ja eh schon angefangen. Wer solls also mitbekommen?
Meine Schwester sagt, sie hätte am Wochenende schon Besuch.

14.20 Uhr
Ich habe endlich meinen Kurs gefunden, der auf mysteriöse Weise auf einmal in einem anderen Raum, ja sogar in einem ganz anderen Stockwerk ist. Auch gut. Wir wollen nur den Film zur Lektüre gucken. Leider ist die Schule anscheinend gänzlich gegen elktronische Kleingeräte, weder Laptop, noch Boxen oder Beamer funktionieren richtig. Bravo. Wozu bin ich noch mal hier?

14.50 Uhr
Die Technik läuft. Die Lehrerin bietet uns als Entschuldigung Kaffee an. Alle um mich herum essen Chips und Schokolade.
Mein Magen knurrt.

15.45 Uhr
Nachdem ich ca. 15 Minuten nach einem bestimmten Lehrer gesucht habe, gehe ich auf den Schulhof, eine Freundin will mich abholen, um Fotos für ihr Kunstprojekt zu machen.
Als wir noch mal reingehen weil sie auf die Toilette muss, treffe ich den Lehrer.
Ich sage etwas wie "Ach Herr L., da sind sie ja!" und schmeiße die Arme in die Luft, weil ich seit Anfang der Woche hinter ihm herrenne und ich nun also eine Sorge eniger habe.
Er deutet die Geste falsch und wir enden in einer peinlichen, kurzen Umarmung. Hoffentlich hat das keiner gesehen.

17.30 Uhr
Ich komme endlich nach Hause, 4,5 Stunden und mit einem Kaffee(Mit Zucker!!!) und einem Früchtetee mehr im Bauch als geplant.
Meine Mutter hat zum Glück schon gegessen, nachdem sie mich eine halbe Stunde mit Wolle und Stricken genervt hat, kann ich sie überzeugen doch heute Abend zu ihrem Verein zu fahren.

18.00 Uhr
Endlich Ruhe!
Ich fange an, die Fotos für das Kunstprojekt der Freundin zu bearbeiten, nichts klappt wie es soll, ich rege mich wieder auf.
Ich merke wie mein Magen knurrt, das macht mich verrückt, ich habe die beiden letzten Tage doch 400kcal/Tag gegessen! Um mich zu motivieren, jetzt nichts mehr zu essen, gehe ich ins Bad und wiege mich. Scheiße, das gleiche wie heute morgen.
Ist das etwa zu viel?! 2 Tassen Kaffee und eine Tasse Früchtetee?!
Soll das zu viel sein?! Was soll ich denn noch machen?!

Ich gehe in die Küche um mir das Essen für heute zu machen, ich darf noch ein gekochtes Ei, 2 Tomaten und 100g Tofu essen.
Dort lächelt mich das übrig gebliebene Essen meiner Mutter an.

Gnocchi mit Tomatensauce... Mmmmmh wie ich das früher geliebt habe, das habe ich wegen der Kalorien ewig nicht gegessen....

...


20.00 Uhr
Einen Teller mit Gnocchi, vegetarischen Gemüsebällchen, Tomatensauce sowie einen Apfel, 2 Portionen Cornflakes und ein Nutellabrot später sitze ich an meinem Schreibtisch und versuche, 1,5 Liter Wasser auf einmal zu trinken.

Natürlich klappt es nicht.

22.30 Uhr
Ich liege im Bett, kann nicht schlafen, stibitze die 2 Riegel Nussschokolade von meiner Mutter und gucke noch eine Serie.

0.00 Uhr

Ich bin im Badezimmer, mir wird auf einmal klar, dass ich eigentlich verliebt sein könnte. Oder sollte. Oder was auch immer. Aber ich bin's nicht.
Ich bin taub.


Ohrbooten Taub - MyVideo

Bilanz des Tages:
1. Wäre mein Plan nicht durchkreuzt worden, hätte ich auf dem Nachhauseweg Cola light gekauft, hätte viiiiel davon getrunken, hätte vor dem Fotos machen ein bisschen gegessen, und hätte danach den Rest verputzt.
Friede, Freude, Eierkuchen.

2. Gegessen: 1432 kcal.
Durch Aktivität verbrannt: 171 kcal.

Wie gesagt, Pläne sind super. Es ist 01.23 Uhr und ich muss um 06.20 aufstehen.

Montag, 15. November 2010

Montag,15.11.2010

Da ich Samstag und Sonntag VIEL zu viel gegessen habe (doofe Fressanfälle), habe ich mir für diese Woche einen Essensplan gemacht.
Darauf ist auch ein bisschen Sport, aber nur entspannte sachen wie Schwimmen, Spazieren gehen, Fahrrad fahren oder Gymnastik.

Obwohl mir heute Muffins und Schokoladenkuchen angeboten wurden, blieb ich standhaft!
Eine 4stündige Klausur und den Sportunterricht habe ich heute auch schon überstanden und gleich muss ich noch arbeiten. Wie viel schlimmer kann es denn werden?
Ach, stimmt. die letzte LKklausur morgen, plus Mathehausaufgaben - so viel schlimmer kann es werden. Schön, dass es mir ansonsten ganz gut geht.

Hier mein Plan für die Woche:


Montag

Morgens
Eine Tasse Kaffe mit fettarmer Milch und Süßstoff
250g fettarmer Joghurt mit Süßstoff und Zitronensaft

Nachmittags nach der Schule
Eine Kiwi, eine Tasse Tee mit fettarmer Milch und Süßstoff, ein gekochtes Ei
250g fettarmer Joghurt mit Süßstoff und Zitronensaft

Abends
Eine halbe Grapefruit

Dienstag

Morgens
Eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch und Süßstoff
Ein Apfel
200g Joghurt mit Süßstoff und Zitronensaft

Nachmittags nach der Schule
Ein Knäckebrot mit Hüttenkäse
Eine Tomate ODER 5 Scheiben Gurke
Eine Tasse Tee mit fettarmer Milch und Süßstoff
Ein gekochtes Ei

Abends
eine halbe Grapefruit

Mittwoch

Morgens
Eine Tasse kaffee mit fettarmer Milch und Süßstoff

Nachmittags nach der Schule
Ein Apfel ODER eine Orange
Ein gekochtes Ei
Eine Tasse Tee mit Süßstoff und fettarmer milch

Abends
100g Tofu
2 Tomaten
30' Sport nach Belieben

Donnerstag

Morgens
Eine Tasse kaffee mit fettarmer Milch und Süßstoff
250g magerquark, zitronensaft und Süßstoff
Eine halbe Grapefruit

In die Schule mitnehmen:
Einen Apfel

In der Kino AG:
Salat ausm Supermarkt

Abends
250g Magerquark mit Zitronensaft und Süßstoff
1 Apfel

Freitag

Morgens
Eine Tasse kaffee mit fettarmer Milch und Süßstoff
ein Knäckebrot mit körnigem Frischkäse

Mittags
Eine Kartoffel
100g Tofu ODER ein Spiegelei


Nachmittags
Eine Tasse Tee mit fettarmer Milch und Süßstoff

Abends
Gemüsesuppe, klar

Entweder 30' Schwimmen ODER 60' Spaziergang

Samstag

Morgens
eine halbe Grapefruit
Eine Tasse kaffee mit fettarmer Milch und Süßstoff
ein Knäckebrot mit körnigem Frischkäse

Mittags
nach Belieben, ABER unter 500kcal!

Abends
Dinnerskipping!

30' Gymnastik, ODER eine halbe Stunde Fahrrad fahren oder 60' Spaziergang

Sonntag

1500 kcal nach Belieben.

30' Gymnastik UND
60' Spaziergang oder 30' Fahrrad fahren

Ich werde mich erst Mittwoch wieder wiegen (wegen den Fressanfällen), von daher werde ich niemandem genau sagen können, wie viel ich in dieser Woche abnehmen werde.
Erst mal tue ich jedenfalls mein Bestes, mich an den Plan zu halten.
Ich sagen Muffins und Pizza, Nudeln, Torten, Weihnachstkeksen und Sahnesaucen den Kampf an!

Heutiger Intake: 418kcal.
Verbrannt(erwartungsgemäß, da ich ja noch nicht arbeiten war): 300-400.

Yay.





We’ve heard it all ten thousand times,
And we're sacrificed for the opposites,
Can you feel your heartsink? I can feel mine,
Cause there must be more and we know there is

<3

Sonntag, 14. November 2010

Sonntag, 14.11.2010



Vor ein paar Tagen habe ich meiner Mutter geholfen, ihre Einkäufe einzuräumen.
Milch. Landliebe, 3,85% Fett. Na toll, was tu ich dann in meinen Kaffee?
Margarine,kann mir egal sein, ich benutze nie Margarine oder Butter. Aber hoffentlich nimmt sie das Zeug nicht zum Braten.

Was würde ich denn einkaufen, wenn ich alles Geld der Welt hätte, so zu einem normalen Wocheneinkauf?
Kommt drauf an, von welchem meiner Leben ich gerade träume. Von dem, in dem ich endlich alleine oder in ner WG wohne und endlich abnehmen kann wie ich will, oder von dem, in dem ich auch alleine wohne, aber mein Traumgewicht schon habe und nun essen kann was ich will?
Leben A

fettarme Milch, extra starken Kaffee, schwarzen Tee, Süßstoff flüssig und in Tablettenform. Früchtetee, mindestens 4 Sorten.
Badezusatz zum Entspannen, ein gutes Buch auf Englisch.
Kiwi, Orangen, Grapefruit, Zitronen, Äpfel, Salatgurke, Tomaten, Lightkäse, fettarmer Frischkäse.
Naturjoghurt 0,1% Fett, fettarmer Fruchtjoghurt.
Vollkornbrot, Knäckebrot, Zwieback.
Abführmittel, Koffeintabletten, 2 Kisten Cola light.
Ganze Leinsamen, zuckerfreies Kaugummi, 5 Packungen.

Leben B. Nach Möglichkeit in London, Dankeschön.

normalfett Milch, stichfester Joghurt, Ahornsirup, ananas.
Erdbeermarmelade, Weltmeisterbrot, Äpfel, Croissants, Grapefruit.
Orangensaft, Bier, Cola light, Georgia-limonade.
Kaffee, Tee.
Bier, Wodka, Kekse, Chips. Für die imaginäre Party am Wochenende.
ein abgepackter Salat mit Dressing und Plastikgabel für die Mittagspause auf der Arbeit.
Nein, Moment, ich will nirgendswo arbeiten, wo es langweilige Sachen wie eine Mittagspause gibt. Aber darum gehts jetzt ja nicht.

Milchschnitten, Rosinenbrötchen, Nudeln, Tomaten, Zucchini, Mais, mangold, Reis, Eier.
Pflaumenmus. Für die Pfannkuchen, die ich meinem imaginären Freund Sonntag morgen machen werde.
Eine Packung Buntstifte für meine Nichte.
Ein Malbuch und eine Packung Buntstifte. für mich.



Ja, ich weiß Leben B klingt schöner. Aber daüfr muss ich erst Leben A leben.

Sobald ich die Bücher für die Schule und "Die Leben des Billy Milligan" durchhabe, möchte ich The Secret Garden lesen. Es steht schon im Regal, sieht bezaubernd aus und ich freue mich schon darauf.
Sieht so aus, als müsste ich immer was Beschissenes machen bevor der schöne Teil kommt.
Na umso mehr freue ich mich auf die nächste LKklausur morgen und die letzte Dienstag.
Gute Nacht.